e-Books
Der Arme und der Reiche (1843)
Brüder Grimm
Ein wandernder Gott sucht abends Herberge. Während ein reicher Mann ihn abweist, nimmt ihn ein armer Mann mit seiner Frau liebevoll auf, teilt das Wenige, das sie haben, und bietet ihm sogar das eigene Bett an. Zum Dank erfüllt Gott dem armen Paar drei Wünsche, die sie weise für Glück und Gesundheit nutzen und dafür ein schönes neues Haus erhalten. Voller Neid reitet der reiche Mann, von seiner Frau angestachelt, dem Wanderer nach, um ebenfalls drei Wünsche zu erhalten. Gott gewährt ihm die Wünsche, warnt ihn aber vor der leichtfertigen Nutzung. Doch auf dem Heimweg, von Gier und Ungeduld getrieben, vertut er bereits die ersten beiden Wünsche, indem er in einem Anflug von Ärger zuerst sein Pferd tot wünscht und dann seine Frau auf den Sattel verbannt, von dem sie nicht mehr herunterkommt.