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Der arme Junge im Grab (1850)

Brüder Grimm

German Fairy Tales

„Der arme Junge im Grab“ erzählt die herzzerreißende Geschichte eines mittellosen Waisenjungen, der bei einem wohlhabenden, aber hartherzigen Bauern ein trostloses Leben führt. Der Junge wird für kleinste Missgeschicke brutal bestraft, wie etwa den Verlust einer Henne oder später aller Küken an einen Habicht. Selbst als Bote zum Richter geschickt, kann er seinen Hunger nicht bezwingen und isst ein paar Trauben, was zu weiteren Schwierigkeiten führt. Seine kindliche Naivität und sein tiefes Leid sind offensichtlich, als er versucht, einen Brief daran zu hindern, seine „Taten“ zu verraten. Trotz eines wohlmeinenden Rates des Richters an den Bauern bessert sich die Lage des Jungen nicht. Isoliert und verzweifelt, nachdem er versehentlich seinen Rock zerschnitten hat, steht er vor einer ausweglosen Situation, die ihn an den Rand der Verzweiflung treibt.

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